Schlagwörter

, ,

Wir alle haben schon einmal von ihr gehört, das Unding im Internet. Erschaffen von den große geldgeilen Konzernen, die unsere Daten haben wollen. Die Rede ist von dem Monster Filterbubble. Sie umhüllt uns online, steckt uns aber dennoch in eine Welt, die scheinbar keine Grenzen hat. Und doch haben wir überhaupt keine Chance, ihr zu entkommen – sagen die einen.

Meine Meinung dazu ist eine andere und die möchte ich dir heute vorstellen!

{Blogparade} Dieser Beitrag ist im Rahmen der Blogparade „Wie entkommt man seiner eigenen Filterblase?“ entstanden.

Zu aller erst möchte ich einmal betonen, dass eine solche Blase nicht nur online existiert. Auch offline leben wir in unserer eigenen kleinen Welt. Was für uns normal ist, kann den Nachbarn durchaus schon zur Verzweiflung bringen. Selbst die eigenen Eltern leben manchmal – zumindest gefühlt –  in einem anderen Universum. Meiner Meinung nach ist „Filterblase entkommen“ und „den eigenen Horizont erweitern“ das gleiche. Das eine eher online, das andere mehr im „real life“. In diesem Beitrag habe ich ein paar Ideen zusammengetragen, was man tun kann, um weiter zu denken als bis zum Horizont oder der Seifenblasenwand!

15 Tipps, die eigene Filterblase zum Platzen zu bringen

5 Ideen, wie man seiner Filterblase entkommen kann (online)

  1. Unterschiedliche Posts von einer Blogparade lesen:

Das spannende an Blogparaden ist doch, dass trotz eines vorgegebenen Themas viele unterschiedliche Texte entstehen mit diversen Schwerpunkten. Es macht also durchaus Sinn, bei einer Blogparade mehr als nur ein oder zwei Beiträge zu lesen!

2. Facebook-„Freunde“:

Ich gebe es zu: Erst letzte Woche habe ich einen Facebook-Freund deabonniert. Wir sind zwar noch befreundet, aber seine Posts erscheinen nicht mehr in meinem Feed. Er hat einfach zu viel gepostet – nichts davon war interessant. Eventuell war aber gerade das die falsche Entscheidung. Vielleicht sollten wir uns hin und wieder auch einmal die langweiligen Beiträge der Bekannten um vier Ecken durchlesen, mit der wir eigentlich nur befreundet sind weil – naja, man kennt sich eben. Möglicherweise ergeben sich daraus tolle neue Beziehungen.

3. Postings mal anders:

Bei der Recherche zu diesem Beitrag ist es mir ganz bewusst aufgefallen, dass ich selektiere! Ich wähle aus, welchen Teil von meinem eventuell gerade erst erlangten Wissen ich mit dir teile und welchen nicht. Doch was passiert, wenn wir in Postings in den sozialen Medien, auf dem Blog oder auch nur in WhatsApp einfach mal das schreiben, was wir eigentlich aussortiert hatten, da es vermeintlich langweilig, uninteressant oder nicht relevant für das Thema war? Auch hier ergeben sich spannende neue Diskussionen.

4. Google-Ranking ignorieren:

Blogger und Unternehmen kämpfen darum, bei Google auf Seite eins zu stehen. SEO ist nicht nur eine Abkürzung, sondern scheint zu einer Text-Gattung mutiert zu sein. Es gibt ganze Agenturen, die Texte daraufhin optimieren. Doch was kommt hinter Seite eins bis vielleicht fünf? Oder wie weit blätterst du beim googlen? Was ist mit den ganzen tollen Blogs, Instagram-Posts oder Unternehmens-Websiten, die ihre Texte eben nicht Keyword-optimiert haben, sondern für den Nutzer? Bei meiner nächsten Recherche blättere ich einfach mal etwas weiter!

5. Synonyme suchen:

Wir alle reden unterschiedlich. Es gibt bildungssprachliche Begriffe, die Umgangssprache und unterschiedliche Dialekte. Natürlich – Strichwort SEO – sucht eine Suchmaschine dann nach diesem Wort. Es kann aber durchaus sein, dass der Autor ein anderes Wort dafür genutzt hat und dieser Text deswegen nicht in deiner Suche erscheint – oder eben weiter hinten.

Bei meinen Punkten bin ich übrigens absichtlich nicht auf technische Details eingegangen wie beispielsweise Cookies löschen, anonym serven und der Gleichen, denn damit kenne ich mich selbst nicht aus. Aber auch hier bin ich immer dankbar für Tipps und Informationen!

10 Ideen, wie man den eigenen Horizont erweitern kann (offline)

  1. Nicht nur online denken:

Meist denken wir bei dem Thema Filterblase nur an das Handy oder den Computer – die Geräte, die uns die ganze Welt öffnen sollen. Aber auch in der Welt abseits von Algorithmen, Suchmaschinen und Social Media gibt es sogenannte Echokammern. Erweitert man hier seinen Horizon, eröffnet das auch online neue Blasen.

2. Ein Ehrenamt:

Wer ehrenamtlich arbeitet, kümmert sich nicht selten um sozial schwächer gestellte Personen. Dies kann helfen, mit anderen „Schichten“ in Kontakt zu treten und andere Perspektiven zu hören.

3. Podcasts und Storytelling:

Ein ganz ähnliches Prinzip: In Podcasts erzählen die Interviewpartner oft ihre Geschichte. Natürlich sind diese Menschen aus der eigenen Blase – sonst würde man den Podcast wohl nicht abonnieren – aber auch hier können immer wieder neue Aspekte auftreten, über die wir nachdenken können.

4. Zeitschriften/Zeitungen:

Auch in die Abo-Falle getappt? Zu Beginn meines Studiums hat man uns Allgemeinbildung nahegelegt. Ich habe mich für ein Zeitschriften-Abo entschieden und das auch eigentlich nicht hinterfragt. Irgendwann ist mir jedoch aufgefallen, dass die Autoren dort nicht immer meine Meinung vertreten. Anstatt zu kündigen, habe ich mir Gedanken dazu gemacht. Meine Einstellung hat sich dadurch nicht verändert, aber ich lese doch immer mal andere Argumente, über die es sich lohnt, nachzudenken.

5. Neue Hobbys und Vereine entdecken:

Bei uns auf dem Dorf ist es üblich, Mitglied bei der Feuerwehr, dem Faschingsverein oder dem Tennis-Club zu sein. Zugezogene müssen lediglich einem dieser Vereine beitreten und kennen den halben Ort. Doch was, wenn man dann Tischtennis im Nachbarort spielt?

Hier sprechen die Leute über ganz andere Themen und vertreten andere Meinungen. Unser Wohnort kann also auch eine Filterblase sein.

6. Sachbücher lesen:

Fachbücher aus unserem Bereich haben wir doch alle im Schrank stehen – und wenn es nur Überbleibsel von der Ausbildung oder dem Studium sind. Aber was ist mit fach-fremden Büchern? Diese können uns durchaus auf neue Gedanken bringen und Themen auszeigen, mit denen wir uns gerne näher beschäftigen würden.

7. Alte Freundschaften neu beleben:

Wir alle haben sie – die Freundin mit der wir uns vor zwei Jahren das letzte mal getroffen haben, weil sie irgendwie.. anders geworden ist. Wir verstehen uns nicht mehr so, haben uns „auseinander gelebt“. Doch gerade das kann gut sein! Denn wer weiß, was uns diese Person so alles zu erzählen hat, immerhin hat sie sich komplett anders entwickelt. Es könnte spannend werden, also ran an das Telefon!

8. Bewusst zuhören:

Selbst beim Smaltalk auf einer Party kann man neue Meinungen kennenlernen. Wichtig ist dabei – und auch bei den Themen oben – gut zuhören und nachfragen. So entstehen zwar manchmal hitzige Diskussionen, aber wir erfahren viel über andere Einstellungen und die Argumente unseres Gegenübers.

9. Andere Orte besuchen:

Natürlich ist Reisen gut, um andere Kulturen und Gebräuche kennenzulernen. Aber das meine ich hier gar nicht unbedingt. Warum gehst du nicht einfach mal zu dem Griechen, anstatt deinem Stamm-Italiener? Oder das Café zwei Straßen weiter? Wer weiß, welche spannenden Dinge hier warten?

10. Einfach mal träumen:

Gerade bei kreativen Geistern kann es helfen, einfach mal in den Tag zu träumen und diese Einfälle zu notieren – einfach so. Vielleicht hilft es ja bei irgendetwas – irgendwann einmal, vielleicht!

Mein Fazit

Während meiner Recherche zu diesem Thema fand ich mich plötzlich auf einer Bibelseite wieder. Zuerst wollte ich sie direkt wieder weg klicken, doch dann entschied ich mich dazu, meinen Horizont zu erweitern. Letztlich war der Inhalt dann doch zu weit weg von diesem Thema hier, aber ich habe ein paar neue Eindrücke mitnehmen können. Ich bin von Natur aus sehr neugierig, lese gerne Sachbücher über die unterschiedlichsten Themen und bin offen für neues. Und doch habe ich manchmal das Gefühl, eingeschränkt in meinen Gedanken zu sein. Ich empfinde Filterblasen nicht als etwas böses und doch liebe ich es, meinen Horizont zu erweitern.

Ich denke, wir sollten uns zu jeder Zeit bewusst sein, dass ein Text, ein Video, aber auch Gespräche mit Freunden oder Interviews in einem Podcast nie neutral sein können. Allein der Faktor Zeit lässt es nicht zu, alle Facetten eines Themas zu beleuchten. Außerdem haben wir alle doch irgendwie immer auch eine eigene Meinung – ein Selektionskriterium für den Inhalt.

Für mich hat eine „Filterblase“ oder die Daten, die Online-Riesen über uns sammeln durchaus Vorteile. Ich mag es, wenn YouTube oder Netflix mir passende Serien oder Videos empfehlen. Das erspart mir die Suche.

In gewisser Weise hat eine Filterblase doch auch etwas mit Meinungsfreiheit zutun. Jeder darf eine andere Sicht auf ein Thema haben. Wir haben alle unterschiedliche Antworten auf die gleiche Frage – das ist für mich persönlich das faszinierende an Blogparaden. Wenn wir alle ab und an in die Filterblase eines anderen eintauchen, kann das nur Vorteile haben. Oder?

Denkanstoß/Einladung zur Diskussion

Für mich macht gerade die „eigene Blase“ einen Blog aus. Unterschiedliche Ansichten zu präsentieren beziehungsweise zu lesen, ist spannend. Und gerade deshalb bin ich der Meinung, dass ich auch Blogs außerhalb meiner Komfortzone lesen sollte. Also wenn du spannende Tipps hast – immer her damit.

Zum Abschluss möchte ich dich einladen, mit mir zu diskutieren! Sollte man sich die Mühe machen und die eigene Filterblase zum Platzen bringen? Wie wichtig ist es, seinen Horizont zu erweitern? Beeinträchtigen Filterblasen die eigene Interessensvielfalt? Ich freue mich auf DEINE ganz persönliche Meinung aus einer ganz anderen Blase!

Apropos Filterbubble:

Damit auch Du noch etwas Zeit in meiner Bubble verbringen kannst, habe ich hier ein paar weitere Beiträge:

Azul – mein Highlight aus dem letzten Jahr

Ein ganz normaler Tag bei mir – in der Prüfungsphase

Warum eigentlich Blogparden? Sinn und Hintergrund dieser Serie!

Gerne kannst Du dich auch auf den sozialen Medien mit mir austauschen. Ich bin aktiv auf Instagram, Facebook und Pinterest. Über Feedback dort und natürlich hier auf dem Blog freue ich mich sehr!

{Werbehinweis} Dieser Beitrag enthält keine Werbung. Für die Nennung der Marken habe ich keine Gegenleistung erhalten.

Werbeanzeigen